Epigraphische Zeugnisse zur Skulpturenausstattung der Theater im Westen des römischen Reiches

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Giulia Baratta

Theater sind aufgrund ihrer Funktion ein wesentliches Element römischer Städte und ein wichtiger Ort für Propaganda und Selbstdarstellung. Der fast vollständige Verlust des skulpturalen Repertoriums, das sie charakterisierte, erlaubt es heute nur in äu-
ßerst begrenztem Umfang, die Botschaft, die durch diese Programme den Zuschauern und Benutzern des Theaters vermittelt werden sollte, nachzuvollziehen. In diesem Zusammenhang ist das Auffinden von Statuen sowie deren archäologische und kunsthistorische Erforschung ausschlaggebend. Dennoch offenbart das Studium der Inschriften Analogien zu den Daten, die aus der Analyse der skulpturalen Dekoration gewonnen werden. Sie bestätigen die Verwendung von Theaterstrukturen nicht nur als Ort der Propaganda, sondern auch der Erinnerung und lassen eine Anpassung der Bildprogramme an neue Bedürfnisse, die durch sich wandelnde soziale und politische Situationen entstehen, erkennen. Die epigraphischen Belege verdeutlichen zudem die Bedeutung der sakralen Aspekte in den Theatergebäuden als Bitte um das Wohlwollen der Götter und sogar als Ausdruck ganz bestimmter historischer und politischer Momente.

Paraules clau
Theater, Inschriften, Skulpturprogramme

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Baratta, Giulia. «Epigraphische Zeugnisse zur Skulpturenausstattung der Theater im Westen des römischen Reiches». Sylloge epigraphica Barcinonensis: SEBarc, 2024, núm. 22, p. 227-46, http://raco.cat/index.php/SEBarc/article/view/437117.

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